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Irgendwann einmal, es muß wohl vor über einem
Jahr gewesen sein, geriet ich mehr oder weniger durch Zufall auf eine
sehr interessante Seite im Internet.
Es handelte sich um die ansprechend gestaltete Seite der Firma
„Rosengarn“.
Eigentlich hat sie ja überhaupt nichts mit dem gemeinsamen Faible der
„Korsett-und-Nylon-Freunde“ zu tun, aber ich verweilte dann doch des
öfteren auf ihr, begeistert von den tollen Fotos und Texten.
Um es auf den Punkt zu bringen: Exklusive maßgeschneiderte (sorry: maßgeklebte)
Latexkleidung für Frau und Mann in allen Variationen, selbst
hergestellt in liebevoller Kleinarbeit mit dem Blick fürs Detail.

Ich konnte es kaum fassen, als ich beim näheren
Betrachten feststellen musste, das sich der Sitz der Firma nur einen
Steinwurf von unserem Domizil weg befand.
Ein Bauernhof in einem kleinen Dorf (noch kleiner als unseres J),
ca. 10 Kilometer entfernt, lässt die Herzen von Latexfreunden höher
schlagen.
Ich tat also die frohe Botschaft stolz im Kreise unserer Truppe kund.
Wir redeten darüber und sicherlich hat jede(r) mal
einen verstohlenen Blick auf die Rosengarn-Page gewagt.
Aber irgendwie geriet das Thema Latex dann wieder
in Vergessenheit. Schade eigentlich L
!
Es war, wie bereits erwähnt, ein Zufall, das im www bei Rosengarn
gelandet bin.
Einem noch größeren zweiten Zufall ist es zu verdanken, das wir am
vergangenen Sonntag eine Privataudienz dort hatten.
Und das kam so:
Vorweg… Ich gönne niemanden einen
Bandscheibenvorfall oder ähnliches.
Aber genau ein solcher zwang unsere kleinste, die Martina dazu, die
Reha-Klinik in Aachen für mehrere Wochen zwecks Schmerzlinderung
aufzusuchen.

Sie lernte dann, zwischen Fangopackungen, Spritzen,
Massagen und Kurschatten J
(?) eine gewisse Karin Plum kennen.
Die beiden Leidgenossinnen befreundeten sich und tauschten intimste
Geheimnisse aus, wenn auch oft mit schmerzverzerrten Gesichtern. Die Kur
hat den kaputten und morschen Knochen wohl leider auch nicht allzu viel
genutzt.
Nun ja… nicht ganz. Unser Tinchen hat dort ihr erstes maßgeschneidertes
Korsett auf Krankenkassenkosten bekommen. Und das Teil sieht auch noch
richtig klasse aus. Ich konnte mich persönlich davon überzeugen.
Aber nun zur Rückenschmerzenkurfreundschaft:
Irgendwann haben sich die beiden Damen geoutet. Und siehe da… Martinas
neue Freundin war die Inhaberin der Firma Rosengarn. Höchstpersönlich!
Also, wenn das kein Zufall ist.
Schön, das es Bandscheibenvorfälle gibt. J
Somit war das Thema Latexkleidung bei unseren
Treffen wieder „up dot date“.
Martina wurde verpflichtet (…oder hab ich sie gezwungen? J),
einen Termin bei Rosengarn auszumachen.
Am 01.07. war es dann endlich soweit.
Mit 4 Paaren (Martina, Andrea, Lydia, Sigrid, Armin, Wolle, Stefan und
meine Wenigkeit) traten wir dann die lange Reise von etwa 10 Kilometern
(Treffpunkt war meine Residenz) an.
Ich muß wohl nicht erwähnen, das sich unsere 4 Ladies entsprechend der
Statuten unserer Vereinssatzung gestylt hatten. Toll sahen sie allesamt
aus. Nahtnylons, Heels, Korsetts, hübsche Kleider und Röcke. Einfach
umwerfend. (Vielen Dank an unsere Schatzies. Wir Kerle lieben Euch !!!)
Nach einem Gläschen Sekt ging es dann endlich los.

Wir wollten schließlich um 15:00 Uhr wie abgemacht
pünktlich am Ziel einschlagen.
Dann der erste Schock! Mein sonst so hoch von mir
gepriesenes ALDI-Navi verwehrte seinen Dienst. Dieses kleine Miststück
wollte einfach nicht mit dem Satelliten kommunizieren. Auch gutes
Zureden und zarte Streicheleinheiten nutzen nichts. Ich warf es aus dem
fahrenden Auto.
(Ich nehme noch gerne großzügige Spenden von
mind. 300 € entgegen. Ich brauche ein neues Navi!).
Mir war der Name des Ortes zwar geläufig, jedoch
hatte ich nicht die geringste Ahnung, wo er sich in etwa befand. Um
Spritkosten durch zu hohe Zuladung zu sparen haben wir darauf
verzichtet, eine Straßenkarte mitzuführen.
Erschwerend kam hinzu, das wir nach ca. 5 Minuten Irrfahrt auf ein großes
gelbes Schild mit der Aufschrift „UMLEITUNG“ zufuhren.

Unser Vorhaben, bis ins kleinste geplant, schien zu
scheitern, im Keim zu ersticken. L
Es war mittlerweile 15:10 Uhr!
Dann der Geistesblitz: „Wir rufen einfach an und fragen nach dem
Weg!“
Nur…: „ Hat jemand die Telefonnummer von Rosengarn???“
Energisches Kopfschütteln bei allen Insassen. Natürlich nicht! Niemand
hatte sie. Warum auch?
Aber zum Glück gibt es ja die
teure Auskunft. Da werden wir sicher geholfen. Die freundliche
Telefonistin am anderen Ende der Leitung verband uns dann nach
unendlich langer Zeit (es müssen Stunden gewesen sein) mit Frau
Plum, die wohl, mittlerweile eingenickt, auf uns wartete.
Sie erklärte mir dann geduldig (ich bin nicht der schnellste) den
Weg zu Ihrem Bauernhof.
Wir haben das Ziel dann doch anfänglicher Schwierigkeiten,
dem Verdursten nahe. Leicht verspätet erreicht.
Unsere Gastgeberin begrüßte uns
freundlich. Ich meine, gesehen zu haben, wie sie demonstrativ dabei
auf die Uhr schaute.
Genau in diesem Moment zuckte ich zusammen.
Mist… Wir haben die Blumen, unser Gastgeschenk vergessen.
Peinlich, peinlich…. L
Aber nun war es zu spät. Wir hatten bereits
alle auf einer gemütlichen Sitzecke im Hof Platz genommen und
Sigrid freundete sich direkt mit den anwesenden Katzen an.

Schnell zurückfahren und die
Blumen holen. Das waren meine Gedanken.
Aber wie? Nach der langen Anreise waren die Kraftstoffreserven des
Autos im roten Bereich angelangt.
Ohne Navigationssystem hätte ich den Weg zurück alleine eh nicht
gefunden (erwähnte ich schon, daß es ca. 10 km waren?).
Ich muss dringend meine Ortskenntnisse verbessern. Gibt’s dafür
eigentlich preiswerte Kurse bei der Volkshochschule?
Frau Plum (wir dürfen sie mittlerweile Karin nennen…) erwies sich
als überaus sympathische Gastgeberin, die uns sofort mit gekühlten
Getränken unserer Wahl versorgte.
Frei –Saufen, und ich Depp hatte die Blumen vergessen. Schande über
mich!
Nach einem kurzen Kennenlern-Gespräch über Gott und die Welt kamen
wir dann endlich zum Wesentlichen, dem Grund unseres eigentlichen
Besuchs.
Sie führte uns in ihr
Allerheiligstes.

Hätte man mir vorher die Augen
verbunden und ich mich nach meiner großen empfindlichen Nase
orientieren müsste, würde ich steif behaupten, ich hätte mitten
in einem Reifenhandel gestanden.
Aber zum Glück war ich nicht blind und das was sich da meinen
Geruchs- und Sehnerven bot, war einfach nur der Hammer. Absolut geil
!!!
Hach… Ich glaub, ich hab diese
Nacht sogar davon geträumt: Ich war in dem Traum ein Vertreter für
Talkumpuder, Silikonöl und Flickzeug und klingelte bei Karin an der
Tür. J
Aber… lassen wir das.
Martina war dann endlich die erste, die sich traute.
Ein rotes Kostüm, bestehend aus kurzem Rock und Blazer, schrie förmlich
danach von ihr getragen zu werden. Eigentlich schade, das Martinchen
mit dem Kostüm hinter einer spanischen Wand verschwand. Welche Frau
hat diese verfluchten Wände erfunden? Es kann nur eine Frau gewesen
sein!!! L
Dies gab mir jedoch Gelegenheit,
schnell zum Auto zu rennen und meine beiden Freunde und fast ständigen
Begleiter, die Digi-Cams zu holen.
Für leere Speicherkarten und volle Akkus hatte ich bereits zu Hause
gesorgt. Ich wollte nichts dem Zufall überlassen.
Die
Kameralinsen, bisher verwöhnt mit Korsetts und Nylons, durften sich
jetzt endlich auf ein völlig neues Motiv freuen.
Alle starrten wie gebannt
auf
die verflixte Spanische Wand.
Und
riefen laut, oh Tinchen…
komm
endlich raus aus dem Kabinchen.
Zeig
uns Dein neues Latexkleid,
der
Pitter hält die Cam bereit!
J
Wir warteten gespannt. Ein Raunen
ging durch die Massen, als sie hervortrat. Nein… sie schritt
dahin.
Klasse! Wahnsinn! Super! Megageil! Irre!... Shit, mir fehlen
die Worte.
So würde ich beschreiben, was sich da unseren Augen bot.

Vorwegnehmen möchte ich jetzt schon, das Tina
den Rock mittlerweile ihr Eigen nennt.
Es folgte die obligatorische Fotosession auf dem Hof.
Stehend, kniend, aber auch liegenderweise brachte ich die
Speicherkarten zum Glühen.
Schwitzend und sabbernd schoss ich ein Foto nach dem anderen. Unter
anderem auch in Schwarz/Weiß:

Vielen Dank an Latex-Tina, das sie so geduldig
und verständnisvoll mit mir war. Weniger Verständnis hatte
allerdings meine geliebte Frau, als sie nachher mit erzürntem Blick
auf meine verschmutzte Kleidung sah.
Ich denke, es gibt Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen zur
Schadensbegrenzung.
Ich hasse bügeln !!!
Es wurde noch das ein- oder andere von unseren Damen anprobiert.
Mein Schatz zwängte sich in ein paar unterschenkelhohe schwarze glänzende
Latexschnürstiefel, die mein Herz höher schlagen ließen.
Unser Korsettprofessor und Schnürmeister Wolle war ihr dabei
behilflich.
Ich drehte mich unauffällig um und schaute in meiner Geldbörse
nach, ob die Stiefel mir gefallen. In der Tat… sie sahen gut aus! J

Ich hätte sie also sofort gekauft, wenn sie
eine Nummer größer gewesen wären. Ärgerlich, denn es waren
Einzelstücke.
Ganz kurz nur spielte ich mit dem grauenvollen Gedanken, der besten
Ehefrau ein wenig von ihren süßen Zehen abzuhacken…
Nein !!! Bitte nicht ernst nehmen… Das war ein Scherz!
Lydia hatte rein schuhtechnisch mehr Erfolg.
Ein paar wunderschöne schwarze High-Heels wechselten nach prüfenden
Blick in Stefans Geldbörse ruck zuck die Besitzerin.
Und dann stand sie auf einmal vor uns. Niemand hatte davon Notiz
genommen.
Unsere Größte, die Lydia in einem traumhaft schönen Latexkleid.
WHOW… sach ich da nur. Hut ab. Es sah
wunderbar aus und passte wie angegossen.
„Wo sind die Fotoapparate?“ „Isse wille macke vielle schönne
Fotto von Bella Lydia!“
Bereitwillig opferte sie und brachte sich vor meinem gierigen
Objektiven in Stellung.

Ihr Mann Stefan war zitternderweise absolut
nicht in der Lage, seine Cam zu halten, geschweige denn, sie überhaupt
einzuschalten und auf den Auslöser zu drücken. Wir belebten ihn
wieder und stellten ihn mit starken Medikamenten ruhig. Mittlerweile
geht es ihm wieder besser. Nach Rücksprache mit dem behandelnden
Arzt sind wir guter Dinge.
Stefan wird nach etwa einer Woche wieder aus der Psychiatrie
entlassen werden.
Völlig uneigennützig erklärte ich mich also bereit, Stefans
Fotojob zu übernehmen.
Scheissegal, aber meine Klamotten wurden dabei noch schmutziger.
Vieles geht halt besser im Liegen. Mittlerweile hat auch meine Frau
dafür Verständnis.
Ich habe überlegt, wie ich die vorstehenden Bilder betiteln könnte.
Wie gefällt Euch:
VAMP IN LATEX ?
Dieser schöne Bauernhof bietet sich für
Fotosessions regelrecht an. Und ich denke, wenn ich Karin mit meinem
unwiederstehlichen Charme gaaaaanz lieb bitte, dürfen wir
sicherlich einmal wieder kommen.
Aber nicht nur zum fotografieren.
Mir drängt sich nun der Verdacht auf, dass die
Firma Rosengarn ein paar neue Latexfans dazu gewonnen hat.
Sollte ich nun mit meinem kurzen Bericht das Interesse unserer
geneigten Leser(innen) geweckt haben, so empfehle ich Euch dringendst
einen Mausklick auf die folgende URL:
http://www.rosengarn.de/
Was soll ich dazu noch viel erzählen? Schaut
es Euch einfach selber mal an.
Aber nicht nur Bilderchen kucken! J
Auch die informativen Texte lesen! J
Während der anschließenden gemütlichen
Plauderstunde hat sich nicht nur unser Leckermäulchen Armin über
den Kuchen und die Sahne gefreut.
Zum Abschluss dieses wunderschönen Nachmittags
hab ich draußen auf dem Hof noch ein paar Bilder von unseren
Traumfrauen geschossen.

Andrea und Martina wollten dann auch noch
unbedingt mit den engen Röcken und hohen Schuhen die Leiter zum
Heuboden gemeinsam erklimmen. J

Wie ihr seht, ist es ihnen gelungen.
Im Namen aller möchte ich mich an dieser
Stelle noch einmal ganz herzlich bei ROSENGARN für die
Gastfreundschaft bedanken.
Wir hatten niemals den Eindruck, als würden
wir uns auf einer Tupper-Party befinden.
Danke auch für die vielen Informationen zum
Thema Latex und Naturkautschuk.
Ein wunderschöner Nachmittag, der leider viel
zu kurz war, ging zu Ende.
Wenn wir dürfen, kommen wir gerne wieder.
Eigentlich müssen wir ja wiederkommen, um die
von mir verschlampten Blumen
nachzureichen. J

In diesem Sinne….
Peter (der Kerl von dat Sigrid)
PS(J):
Solltet Ihr wider Erwarten den Weg zu Rosengarn nicht finden, dann
meldet Euch bei mir. Ich kenn mich in der Gegend dort bestens aus.
Und noch ein PS (JJ): Weitere Fotos von unserem
Besuch gibt’s demnächst unsere neuen Galerie und vielleicht auch
bei Rosengarn.
Das wirklich letzte PS (J
J
J):
Rosengarn wird, wenn es zeitlich machbar ist, auf unserem nächsten
Stammtisch in Köln Gast sein und einiges von ihren Werken dort präsentieren.
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