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Der
peinlichste Moment im Leben einer überzeugten Strumpfträgerin
Ich
bin eine Frau knapp über 40 und die Umstände (über die ich
heute nicht schreiben möchte) brachten es mit sich, dass ich seit
meiner Kindheit bis heute überwiegend Strümpfe getragen habe, auch während
der "heißen Zeit der Strumpfhose". Durch die
"Macher" dieser Seite wurde die Bitte an mich herangetragen,
doch einmal einige "Erlebnisse" mit den Strümpfen zu erzählen.
Beim
Nachdenken darüber, was ich denn hier zum Besten geben könnte, wurde
mir klar, dass es da eigentlich wenig wirklich Berichtenswertes gibt.
Natürlich hat man nach so vielen Jahren die angenehmen und auch die
unangenehmen Seiten von Strumpf und Strumpfhalter kennengelernt. Man quälte
sich mit zu eng gewordenen Hüftgürteln oder solchen, die durch zu
kurze Strümpfe nach unten rutschten, musste mitunter auf plötzliche
Pannen reagieren und hatte nicht zuletzt den Spott anderer Mädchen
auszuhalten, als es so völlig uncool (neudeutsch) war, noch Strümpfe
anzuziehen.
Aber
sind das Dinge, über die man einen Artikel verfassen kann? Sicherlich
wird es Besucher dieser Seite geben, die es interessant finden, von
einem gelösten Strumpfhalter zu lesen, aber wenn man diesen
Strumpfhalter fast täglich benutzt, ist es eben nichts weiter, als auch
ein aufgegangener Schnürsenkel.
Und
doch gab es ein Erlebnis, dass mir so peinlich war, dass ich es noch
heute in Erinnerung habe.
Es
war zur Zeit der Minimode, der auch ich folgte, wenn auch nicht in
extremer Form. Trotzdem trug ich auch in dieser Zeit Strümpfe und es
ging besser, als dies allgemeine Meinung ist. Ausreichend lange Strümpfe
mit schmalem Rand waren durchaus im Angebot, allerdings machte es schon
Mühe, auch entsprechend kurze Strumpfhalter zu finden. Für diese Fälle,
in denen ich besonders lange Strümpfe, die fast bis zum Beinansatz
reichten, trug hatte ich Strumpfhalterklemmen, die ohne Gummiband mit
einer Art Haken versehen waren, direkt in den unteren Saum eines nicht
sehr breiten elastischen Hüftgürtels eingehängt (später waren
Miederhosen für diesen Zweck extra mit kleinen Schlaufen ausgestattet).
Die eigentlich angenähten Strumpfhalter schob ich während der
Benutzung dieser verkürzten Version einfach unter den Saum des Hüftgürtels.
Einmal
kam nun ein wirklich hochrangiger Gast zu Besuch in unserer Schule
und ich war auserkoren, ihm etwas zu überreichen (so war das eben
damals). An diesem Tag hatte ich aber nicht die kurzen Halterklemmen
benutzt, diese aber auch nicht entfernt. Wahrscheinlich hatte sich eine
dieser Strumpfhalterklemmen durch die Bewegungen aus dem Saum gelöst.
Ausgerechnet als ich dort vor dem Besucher zur Übergabe stand, fiel
diese Metallklemme mit hörbarem Knall neben meinen Fuß auf den
Parkettboden. Alle, die in der näheren Umgebung standen sahen und hörten
dies (es war ja in diesem Moment auch recht ruhig). Mich durchfuhr es
wie ein Feuer, auch wenn in diesem Moment niemand etwas sagte. Aber für
den Spott im Nachhinein brauchte ich nicht zu sorgen.
Ähnlich
peinliche Dinge sind mir in den folgenden Jahren nie wieder passiert und
selbst das unerwartete Lösen eines Strumpfhalters/-bandes erlebte ich
ausgesprochen selten. Wenn es vorkam lag es in der Regel an der eigenen
Nachlässigkeit.
Nun
liegt diese Geschichte schon recht lange zurück, aber wie gesagt, es fällt
mir im Moment nichts ein, über das man mehr als 4 Zeilen verlieren könnte.
Aber
vielleicht kann ich gerade deshalb andere Frauen, die noch in ihren
Vorbehalten gegenüber Strümpfen leben, ermutigen, diese über Bord zu
werfen. Auch wenn das Angebot im Handel auf den ersten Blick nicht dazu
angetan ist; es gibt noch Miederwaren und Strümpfe, die das Benutzen
zur Freude werden lassen. Sicherlich ist es nicht erforderlich, immer
und zu jeder Gelegenheit Strümpfe zu tragen (auch Strumpfhosen haben
gute Seiten), aber wer die richtige Paarung Strumpf/Strumpfhalter einmal
für sich entdeckt hat, wird sich damit wohl und als Frau fühlen.
Regina
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