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Manche Leserin/mancher Leser dieser Seite wird sich sicherlich fragen,
warum eine erwachsene Frau in der heutigen Zeit, in der sogar
Strumpfhosen nicht mehr selbstverständlich sind, sich noch mit solchen
Dingen wie Strümpfen und Strumpfhaltern im täglichen Gebrauch abgibt.
Diese Frage habe auch ich mir selbst schon gestellt und kam zu der
Einsicht, dass es hierfür mehrere Gründe gibt, die nachfolgend kurz
beleuchtet werden sollen.
Der erste Grund hat seinen Ursprung in der früheren Jugend.. Ich wuchs
in einer Familie mit 5 weiblichen Mitgliedern auf, die alle Strümpfe
trugen. Über lange Zeit gab es bei uns einfach nichts anderes. Die
Mutter betrachtete Strumpfhosen als überflüssigen Schnickschnack und
Geldschneiderei und so gab es auch für die Töchter, solange sie
finanziell von der Mutter abhingen, nur Strümpfe. Dies war in einer
Zeit, als Strümpfe zunehmend von jungen Frauen zunehmend abgelehnt
wurden und Mädchen, die diesem Trend nicht folgten sogar unter Spott
und gewissen Bosheiten zu leiden hatten. Diese Erfahrung musste auch ich
machen. Doch neben solchen Dingen, dass ich z.B. zu bestimmten
Anlässen heimlich Strumpfhosen anzog, die ich vom Taschengeld abgespart
hatte, bildete sich bei mir durch den Spott der anderen Mädchen und
auch die allgemein vorhandene Meinung, wer Strümpfe trägt verstößt
gegen die Norm, auch eine gewisse Trotzhaltung heraus. Ich war bemüht
der Umwelt zu beweisen, dass man Strümpfe tragen kann ohne deswegen
durch ständig blitzende
Strumpfränder aufzufallen. Dies gelang zweifellos auch recht gut. Eben
dieses Bemühen führte letztlich auch dazu, dass ich eigentlich auch
gar keinen rechten Grund mehr dafür sah, warum es eigentlich unbedingt
Strumpfhosen sein sollten. Im Gegenteil, meine Erfahrungen damit waren
gar nicht so positiv. Während Strümpfe eigentlich recht selten beim
Anziehen kaputtgingen, war das (zumindest bei mir) mit Strumpfhosen
schon fast die Regel. Bei Strümpfen kaufe ich immer einen größeren
Vorrat der gleichen
Sorte, von dem ich durch die Austauschbarkeit recht lange lebe. Eine
Strumpfhose ist in der Regel nach einem Schaden komplett reif für den
Abfalleimer. Dieser Aspekt spielt sicherlich heute keine so große Rolle
mehr, aber vor einigen Jahren, als eine Strumpfhose noch ein kleines
Vermögen kostete, war dies schon ein beachtlicher Vorteil der Strümpfe.
Auch bei den Trageeigenschaften stellte ich fest, dass eine Strumpfhose
mit schlechter Passform keinesfalls angenehmer zu tragen ist, als
schlecht passende Strümpfe. Dazu kam das unangenehm warme Gefühl der
Strumpfhose, welches natürlich bei Kälte auch wieder ein Vorteil war.
Aber bei meiner Arbeit in geheizten Räumen und der Veranlassung, auch
im Sommer nicht mit nackten Beinen aufzutreten, lassen das Pendel
hierbei wieder in Richtung Strümpfe
ausschlagen. Bei allen praktischen Aspekten will ich nicht verschweigen,
dass auch mir der gewisse sexuelle Reiz von Strümpfen nicht verborgen
geblieben ist und den man bei passender Gelegenheit durchaus auch
ausspielen kann. Auch für die Frau selbst fällt da in meinen Augen
etwas ab. Man fühlt sich irgendwie weiblicher, wenn man schöne Strümpfe
anzieht und beim Tragen spürt (was natürlich voraussetzt, dass alles
richtig passt). Dieses Gefühl kann keine Strumpfhose vermitteln.
Nun, dies sind die Gründe, die mich dazu veranlassten, bis zum heutigen
Tag überwiegend Strümpfe zu tragen. Natürlich gibt es auch
Gelegenheiten, bei denen eine Strumpfhose einfach wirklich praktischer
ist. Dann greife ich natürlich auch dazu. Im Gegensatz zu den
Strumpfhosenfanatikerinnen bin ich da tolerant. Nicht leugnen kann man
auch, dass es Frauen, die einmal ausprobieren wollen, wie sich Strümpfe
denn so tragen, heute sehr schwer
gemacht wird. Ohne die entsprechende Erfahrung landen sie automatisch
bei Strümpfen und Strumpfhaltern, die sich kaum als Alltagskleidung
eignen und letztlich das alte Vorurteil von den unbequemen Strümpfen
bestärken.

Regina
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