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Immer wieder hört man, Strümpfe könnte man nicht tragen, weil
die Strumpfhalter ständig unerwartet abgehen und damit zu unangenehmen
Situationen führen.
Dazu habe ich aus langjähriger Erfahrung eine ganz andere
Meinung.
Es kommt, vorausgesetzt man verwendet einen alltagstauglichen
Strumpfhaltergürtel, nur höchst selten vor, dass ein Strumpfhalter von
allein abgeht. Ich habe darüber keine Statistik geführt, aber im
Durchschnitt kommt so etwas sicher höchstens 2 mal im Jahr vor, also
kaum öfters, als auch andere Pannen an der Kleidung auftreten. Der
Regelfall ist, dass man den Strumpfhalter am Abend wieder dort abmacht,
wo man ihn früh anbrachte.
Im Laufe der Jahre erlebte ich verschieden Arten von Strumpfhaltern, die
auch verschiedene Ursachen von Pannen aufwiesen. Hier will ich einmal
versuchen, diese Ursachen darzustellen.
1. Strumpfhalter mit Metallklemme
Diese Strumpfhalter waren recht einfach anzubringen. Es gab kaum Fälle,
dass der Knopf nicht richtig in der Klemme saß.
Allerdings kam es bei längerer Verwendung vor, dass der Gummiknopf
unelastisch und spröde wurde. Mitunter saß er dann nicht mehr straff
in der Klemme und war dann sehr leicht aufzuschieben. Das hatte mitunter
zur Folge, dass der Strumpfhalter beim Sitzen durch das locker werdende
Strumpfband aufgeschoben wurde. Beim Aufstehen ging der Strumpfhalter
dann ab, wenn die Klemme sich dabei nicht wieder über den Knopf zog.
In seltenen Fällen war der Gummiknopf auch früher schon recht weich.
Da konnte es vorkommen, dass der Knopf (auch wieder beim Sitzen) durch
die Klemme gezogen wurde, wenn das Strumpfband recht straff gezogen
wurde.
2. Strumpfhalter und Knopf aus harter Plaste
Diese Strumpfhalter waren zumindest in unserem Landesteil lange Zeit
hauptsächlich an den Strumpfhaltergürteln vorwiegend angenäht. Sie
waren recht flach, nicht so einfach anzubringen wie die Metallklemmen
aber doch sehr sicher, alltagstauglich und unauffällig.
Nur in ganz seltenen Fällen konnte es (in der Regel durch dicke
Strumpfränder) vorkommen, dass die Klemme unten auseinander platzte und
die Sache nicht mehr hielt.
Da der Knopf auch aus unelastischem Material war, konnten Strümpfe mit
glattem Rand im Laufe des Tages aus dem Strumpfhalter rutschen. Das
geschah in der Regel vorne durch das ständige Anspannen und locker
werden beim Laufen. Hinten,
wo der Zug nicht ständig relativ gleich blieb, kam dies eigentlich
nicht vor.
3. Kleinstrumpfhalter aus Plastmaterial
Diese Strumpfhalter sind heute überwiegend an den Strumpfhaltergürteln
angebracht, die so im breiten Handel angeboten werden. Die Klemmen sind
sehr klein gehalten, die Knöpfe meistens komplett aus Gummi und das
stellt den
Hauptmangel dar. Der breite "Deckel" des Knopfes wölbt sich
nach unten, sobald man den Strumpfrand darüber spannt. Dadurch gleitet
die Klemme gar nicht oder nur unvollständig so in den Knopf wie es für
einen ordentlichen Halt erforderlich ist.
Entweder löst sich der Strumpfhalter dann bald unerwartet oder man halt
lange damit zu tun, ihn überhaupt zu befestigen. Noch mehr macht sich
dieser Mangel bei dicken Spitzenrändern bemerkbar, wie sie heute häufig
an Strümpfen angebracht sind.
Auch bei diesen Strumpfhaltern passierte es mir schon, dass gleich
mehrere Klemmen aus hartem Plastmaterial an einem Strumpfhaltergürtel
nacheinander auseinander platzten.
Aber ansonsten hielten auch diese Strumpfhalter zuverlässig, wenn man
die Klippe beim Befestigen gemeistert hatte.
Auf Pannen, die durch aufgegangene Nähte oder ausgeleierte Gummifäden
auftreten will ich nicht weiter eingehen, da man solche Dinge ja schon
vor dem Anziehen erkennen kann. Wer mit abgewirtschafteten
Strumpfhaltern loszieht, wird damit natürlich ebenso wenig Freude
haben, wie an einem ausgeleierten BH.
Regina

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