| Hier versuchen wir Euch ein
wenig, die Welt des Korsetts näher zu bringen, um diejenigen unter
Euch, die hier Geschmack am Korsett gefunden
haben, den Einstieg etwas zu erleichtern. Normalerweise würde
ich sagen, daß die eigene Erfahrung der beste Ratgeber ist .Doch in
diesem Falle wären die schlechten Erfahrungen, die man unweigerlich
macht, sehr teuer. Dies wiederum führt dazu, daß man es nach 2 oder
sogar 3 Versuchen ganz bleiben läßt.Wer sich also blindlinks in das
Abenteuer Korsett stürzt sei gewarnt.
Also fangen wir an:
Wir unterscheiden im Groben zwischen 2 Arten von
Korsetts:
1. Unterbrustkorsett und
2. Überbrustkorsett
Der Unterschied liegt im
wesentlichen darin, daß ein Überbrustkorsett, wie der Name schon sagt,
die Brust einschließt, wogegen das Unterbrustkorsett unterhalb des
Brustansatzes sein Ende findet. Überbrustkorsetts sind meist sehr
aufwendig fürs Auge gearbeitet und somit zu schade, sie unter der
Kleidung zu verstecken .Bei beiden Korsettarten liegt das untere Ende so
auf den Beckenknochen, daß ein ungehindertes Sitzen möglich ist.
Im übrigen sollte man ein Korsett
niemals direkt auf der Haut tragen. Hierfür sind
Bodys oder spezielle Korsettliner bestens geeignet.
Wir sind im allgemeinen der Meinung,
daß ein Kleidungsstück, das so eng auf den Körper sitzt, eine
Maßanfertigung sein sollte. Denn nichts ist schlimmer als ein schlecht
sitzendes oder nicht passendes Korsett.
Deswegen ist bei Konfektionskorsetts
nie auszuschließen, daß sie nicht richtig passen. Speziell im Bereich
des Brustkorbes und der Hüftknochen kann es dann zu unangenehm
schmerzenden Druckstellen kommen. Hier ist zu beachten, daß man bei
einem geschnürten Korsett immer in der Lage sein sollte, am oberen so
wie am unteren Korsettrand locker ein- zwei Finger rein stecken zu
können. Bei einem gut sitzendem Korsett sollten im geschnürten Zustand
die beiden Ösenreihen, durch welche die Schnur gefädelt ist, parallel
und genau senkrecht zueinander verlaufen. Sind all diese Kriterien
erfüllt, sollte man keine Probleme mit dem Tragen eines Korsetts haben.
Das heißt, daß ein Korsett keine
Schmerzen erzeugen darf. Allerdings muß man sich als Anfänger erst
einmal daran gewöhnen. Somit sind Druckschmerzen
nach einer Weile kaum auszuschließen, besonders
im Bereich des Brustkorbes. Hier sollte jeder Anfänger seinem Gefühl
vertrauen und das Korsett ausziehen bevor es richtig unangenehm wird.
Übereifer tut in diesem Fall nicht gut. Doch nach einigen Tagen merkt
man selber, daß es sich immer leichter tragen läßt und die
anfänglichen Beschwerden ganz schnell nachlassen. Man muß sich das
ungefähr wie ein Paar neuer Schuhe vorstellen. Je regelmäßiger man
ein Korsett trägt, desto schneller gewöhnt sich der Körper daran.
Auch dem Korsett muß man eine Weile Zeit geben, bis es sich dem Körper
angepasst hat. Denn auch der Stoff gibt mit der Zeit ein wenig nach und
wirkt auch um einiges weicher.
Neben Über- und Unterbrustkorsetts gibt es auch noch
unterschiedliche Schnitte, die auch entsprechend des Schnitts eine
andere Silhouette zaubern. Das klassischste wäre das Hourglas-Korsett
(Stundenglas-Korsett) .Hier werden Hüfte und Brustkorb fest umschlossen
und lediglich die Taille geformt und reduziert. Dieser Schnitt ist zwar
mitunter der bequemste Schnitt, sieht aber durch die geschmälerte
Taille recht künstlich aus.

Dann gibt’s da noch die für mich schönste Form,
nämlich das V-Shape-Korsett (V-Form), welches dem Oberkörper eine
V-Form verleiht und dadurch die Hüfte außerordentlich betont. Hier ist
aber schon eine gehörige Portion Übung vonnöten. Denn hier werden die
unteren Rippenbögen zusammengepresst um diese V-Form zu erreichen. Aber
diese Art von Korsett zu tragen ist möglich wenn man genügend Übung
hat ... und sieht einfach umwerfend aus.
Die wohl ungewöhnlichste Form ist das
S-Line-Korsett.
Hier wird der vordere Hakenverschluss (Planchette) so verstärkt, daß
er keinen Deut nach geben kann. Taille und unterer Rippenbogen werden
sehr stark und eng geschnürt. Dadurch wird das Becken nach hinten
gedrückt und der Bauch verschwindet auf nimmer wiedersehen .Von der
Seite aus vom Busen bis zum Po betrachtet wird der Oberkörper in eine
Form gepresst die einem S entspricht. Es sieht so aus, als könnte man
auf dem Po ein Glas Bier abstellen .
Dieser Schnitt bedarf aber allerdings die meiste Übung und sieht sehr
unnatürlich aus.

Zwischen diesen Formen gibt es noch etliche
Abstufungen. Die jetzt hier zu erklären würde wohl den Rahmen
sprengen. Aber bei all diesen unterschiedlichsten
Formen müsste man nach dem Eintragen eine Taillenreduzierung von rund
10 cm erreichen können. Ob’s nun mehr oder
weniger sein soll entscheidet die Trägerin letzt- und endlich selber.
Versichern können wir eins aber mit Sicherheit: Wo auch immer
"SIE" so gekleidet auftaucht werden; sie bemerken ,dass sie
bemerkt werden .... und das im
positivstem Sinne. Wir haben zumindest die Erfahrung gemacht, daß
unsere Mädels immer sehr viel Begeisterung entfacht haben.
Wolle |
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